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Norwegen 1990 / 2006
Reisezeit: Juni / Juli 1990 // August 2006
Reisedauer: 6,5 Wochen // 3 Wochen
Transport: Motorrad // Motorrad
Fähren: Kiel > Oslo > Kiel // Hirtshals > Kristiansand / Oslo > Kiel
Übernachtung: Zelt / Hytter // Zelt / Hytter
 
Typische Fähre
Blick vom Dalsnibba
Sjoa Fluss
Nidaros-Dom
Roros
Norwegen 1990: Kaum 2 Wochen von Hawaii zurück, zieht es mich wieder auf die Piste. Also
mit dem Motorrad auf nach Kiel und mit der Fähre "Kronprinz Harald" direkt nach Oslo.
Pünktlich zur Ankunft beginnt es zu Regnen, so geht es bis Dramen wo ich mir völlig
durchnässt ein Zimmer nehme. Am nächsten Tag geht es weiter in Richtung Bergen bei Temp-
eraturen knapp über dem Gefrierpunkt (Was für ein Kontrast zu Hawaii). Einen Tag später
Ankunft in Bergen und drei Tage Dauerregen, im Zelt kann ich schon langsam schwimmen.
Einigermaßen trocken geht es weiter Richtung Gei-
ranger und Trollstiegen, dort zum Glück bei per-
fektem Wetter. Weiter nach Alesund einer sehr
fotogenen Stadt an der Küste von deren Hausberg
dem Aksla man eine großartige Aussicht genießen
kann. Im Regen geht es weiter über Molde nach
Trondheim. Der Nidaros-Dom ist zwar cool, aber 
das Wetter erbärmlich also weiter über die E6
zum Polarkreis (An der Küste entlang zu fahren
macht wegen des Wetters keinen Sinn) Am Polar-
kreis dann dichter Nebel, Nieselregen und vor
allem saukalt. Bei Fauske dann wurde das Wetter
besser und ich beschloss von Skutvik aus auf die
Lofoten überzusetzen. Die drei Tage dort waren
klasse. Weiter in Richtung Norden nach Tromsö, die Eismeerkathedrale und das Polarmuseum
sind nicht schlecht. Mit dem Wetter in Nordnorwegen hat ich dann die ganze Zeit über
Glück, meistens Sonnenschein auch wenn es mitunter empfindlich kühl wurde. In Hammerfest
konnte ich noch so richtig die Mitternachtssonne genießen. Voller Zuversicht geht es zum
Nordkap, aber dann auf den letzten paar Kilometer schlug der Nebel gnadenlos zu, man hat
absolut gar nichts gesehen. Hab mir dann auch den schon damals happigen Eintritt zum
Felsen gespart. Nach wenigen Kilometer zurück war auch gleich wieder prima Wetter. Kreuz
und quer durch die Finnmark geht es wieder zurück in den Süden. Im Jotunheimen sollte man
unbedingt die Wanderung über den Besseggengrat unternehmen, von dort oben hat man einen
tierischen Ausblick über den Gjendesee und die höchsten Berge Norwegens.
Über die Olympiastadt Lillehammer komme ich wieder
zurück nach Oslo, über das Wetter konnte ich in
der letzten Zeit nicht mehr meckern. Zwei Tage
bummle ich noch durch Oslo (Zu sehen gibt's genug)
Das Frammuseum war soweit ich mich erinnere nicht
schlecht. Dann wäre da noch der Holmenkollen und
und und. Mit der "Prinzessin Ragnhild" geht es
zurück nach Kiel und nach stumpfsinniger Auto-
bahnbolzerei geht auch diese Reise zu Ende. Nach
20 Monaten Zivi, 2 Monaten Hawaii, 6,5 Wochen
Norwegen und 15000 DM Schulden muss ich nun zu
allem übel wieder mit der Arbeit beginnen.
Reiseroute 1990:
Oslo > Bergen > Geiranger > Alesund >
Trondheim > Mo I Rana > Svolvaer >
Narvik > Tromso > Hammerfest > Nordkap >
Karasjok > Jokkmokk > Alta > Narvik >
Trondheim > Jotunheimen > Lillehammer > Oslo

Reisroute 2006:
Kristiansand > Stavanger > Bergen >
Jostedalsbreen > Trollstiegen >
Alesund > Trondheim > Lofoten >
Steinkjer > Jotunheimen > Oslo



Hier geht's zu den Bildern
Norwegen 2006: Ankunft mit der Fähre in Kristiansand die Temperatur liegt gegen Abend
um 23 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Gleich vorweg das blieb die ersten 11 Tage so
bis Trondheim. Also los entlang der Küste die Straßen sind schön kurvig und das Ver-
kehrsaufkommen hält sich in Grenzen. Wenn man abseits der Hauptstraße fährt kann man
manchmal sogar auf Schotterpisten treffen. Ich möchte aber endlich auf den Prekestolen.
Es hat mich aber dann doch etwas geschockt wie
viele Leute das noch wollen. Jedenfalls wird man 
nach dem Aufstieg mit einer tollen Aussicht be-
lohnt. Ich bin ein paar Stunden oberhalb des 
Felsens geblieben und gegen Abend gingen dann auch
die Menschenmassen zurück. Am nächsten Tag geht es
weiter nach Stavanger eine wirklich schöne und
quirlige Stadt. Die Tour führt weiter nach Bergen
wo ich sogar meinen alten Zeltplatz wieder finde.
Endlich kann ich mir mal die alten Häuser aus der
Hansezeit bei schönem Wetter anschauen und auch
die fahrt mit der Bergbahn auf den Ulriken lohnt
sich jetzt endlich. Wieder geht es über den Gei-
rangerfjord und die Trollstiegen nach Alesund. Nachdem ich Bilder von der Atlantik-
straße gesehen habe, wollte ich auch unbedingt dorthin, die liegt in der Nähe von Molde
Aber da hatte ich leider Pech. 5 Kilometer bevor sie beginnt, dichter Nebel und kurz
nachdem die Straße endet schien gleich wieder die Sonne. Ich habe es am nächsten Tag
noch einmal versucht, aber der Nebel hatte sich genau dort festgebissen.
In Trondheim angekommen kann ich mir endlich mal
den Dom richtig ansehen (Bild links) und mitten
auf einem Marktplatz hat Placido Domingo einen
zum besten gegeben. Mich zieht es nun wieder auf
die Lofoten, aber das Wetter verheißt leider nix
gutes. Ich probiere es natürlich trotzdem und 
sitze bei Fauske erst einmal zwei Tage bei strö-
mendem Regen in einer Hütte fest. Am dritten Tag
beschließe ich trotzdem die Fähre nach Svolvaer
zu nehmen und dort schien auch tatsächlich wieder
die Sonne. Nach zwei traumhaften Tagen muss ich
aber schon wieder an den Rückweg denken aber das
Wetter war endlich gut genug um an der Küste durch
Mittelnorwegen zu fahren und es lohnt sich auch.  
Die Wanderung über den Besseggengrat habe ich gerade noch einmal geschafft, aber dann war
es vorbei mit dem schönen Wetter. Im strömenden Regen ging es in einem Rutsch nach Oslo.
Eigentlich wollte ich südlich von Oslo noch ein paar Sachen anschauen, aber wegen der
miserablen Wettervorhersage habe ich kurzentschlossen auf der Color Fantasy eingecheckt.
Ich habe dabei noch ordentlich Hektik verbreitet,
da die Fähre schon zum ablegen bereit war und
bevor ich noch den Regenkombi ausgezogen hatte
war ich auch schon auf See (Das nennt man Timing)
Das Wetter in Kiel war übrigens auch nicht besser.
Was unbedingt noch erwähnt werden sollte, ist der
Besuch des Jostedalsbreen dem größten Gletscher
des Landes. Den Abstecher sollte man auf jeden-
fall einplanen wenn man in Norwegen ist.
Für mich ist Norwegen neben Island jedenfalls die
Nummer eins der Europäischen Reiseländer. (Auch
wenn ich zugeben muss das ich noch nie in den Ost-
europäischen Ländern gewesen bin)

Hier noch ein paar Links zu Norwegen 
Wikipedia      Norwegen-Infopaket      Norwegen-Home
Fazit
Geniale Straßen, unzählige kurze Fährpassagen durch wunderschöne Fjorde, zum Teil recht
abenteuerliche Tunneldurchfahrten, freundliche Menschen und vor allem sehr abwechslungs-
reich. Die Hütten (Hytter) die man in ganz Norwegen findet, bieten eine gute alternative
zum Zelt wenn einem das manchmal doch recht launische Wetter zu arg zusetzt. Aber Vor-
sicht Norwegen ist kein billiges Reiseland. Alkohol und Zigaretten sind eigentlich über-
haupt nicht zu bezahlen. Wenn man nur die Kosten für Benzin, Campingplätze, die Kosten
für die ganzen Fähren (ohne die es gar nicht geht) und Tunnelmaut rechnet, kommt man
schon auf ein kleines Vermögen. Gegessen hat man dann allerdings noch nichts.
Mit einem Wohnmobil liegen die oben genannten Kosten noch ein vielfaches höher, keine
Ahnung wie man so etwas finanziert aber man trifft sie da oben zuhauf. Das Verkehrs-
aufkommen liegt schon deutlich höher als zum Beispiel in Schweden oder Finnland, aber
im Gegensatz zu uns finde ich es doch sehr erholsam. Polizeikontrollen habe ich nie
erlebt, aber gerade im Süden gibt es viele Starenkästen.
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