Namibia 2005
| Reisezeit: |
Juli / August 2005 |
| Reisedauer: |
33 Tage |
| Transport: |
Mietwagen (Ford Icon) |
| Flug: |
Frankfurt > Johannesburg > Windhoek > Frankfurt |
| Sonstiges: |
Motorradmiete war einfach zu teuer |
Reiseroute:
Windhoek > Mariental >
Keetmanshoop > Fish-River-Canyon >
Lüderitz > Sossusvlei >
Solitaire > Walvis-Bay >
Swakopmund > Cape Cross >
Khorixas > Fort Seesfontain >
Outjo > Ethosa Park > Tsumeb >
Waterberg > Windhoek

Ankunft am Flughafen Husea Kotako in Windhoek, die Temperatur ist gut erträg-
lich. Die Übergabe des von Deutschland gebuchten Mietwagens verläuft problem-
los, also auf in den Linksverkehr. Auf den ersten 42km bis Windhoek begegnet
mir gerade mal ein Auto, ein sehr angenehmer Effekt der einem durch ganz
Namibia begleitet (1,6 Mio. Einwohner auf
einer Fläche von 824 292 km2). Für die
erste Nacht suche ich mir eine Backpacker
Unterkunft in Windhoek, wo mir zum ersten
mal auffällt das sich die Betreiber fast
überschlagen wenn sie hören das man einen
Wagen draußen stehen hat. Bevor das eigent-
liche Einchecken beginnt wird erst einmal
das Auto in einen Innenhof oder ähnliches
gebracht und alles wie in Fort Knox gesich-
ert.Es ist anscheinend keine gut Idee in
Windhoek irgend etwas unbeaufsichtigt zu
lassen. Aber jetzt nur keine Panik, mir ist während der ganzen Zeit nichts
abhanden gekommen auch wurde ich ganz selten angebettelt. Natürlich hilft es
auch ab und zu einfach den gesunden Menschenverstand zu benutzen.





Um mich an die Straßenverhältnisse zu
gewöhnen (Teer ist nämlich recht selten)
mache ich erstmal zwei kleinere Abstecher
zum Gamsbergpass (siehe Foto) und in den
Dan Viljoen Game Park, wo ich dann auch
meine ersten freilebenden Giraffen sehe.
Und nun geht's los in südlicher Richtung
zum Hardap-Dam dem größten Stausee in
Namibia und weiter nach Keetmanshoop.
Auf dem Weg kann man auch noch Schloss
Duwisib und den Brukkaros Krater be-
sichtigen. Bei Keetmanshoop sollte man
auf jedenfall dem Köcherbaumwald eine
Besuch abstatten, zum Sonnenuntergang
nur zu empfehlen. Außerdem gibt es dort
noch Giant's Playground (eignet sich
prima für einen Spaziergang). Weiter geht
es zum Fish-River Canyon dem größten in
Afrika. Ein wirklich beeindruckendes
Naturschauspiel. (Bild rechts)
Weiter geht es, diesmal wieder in
nördlicher Richtung, nach Lüderitz.
Dort stehen noch jede Menge Häuser
aus der deutschen Kolonialzeit und
ein Stück außerhalb die Geisterstadt
Kolmanskop. Man sollte auf jeden Fall
um Lüderitz ein bisschen Zeit am Meer
verbringen, aber Vorsicht Diamanten-
sperrgebiet. Die Fahrt geht weiter
ins Sossusvlei und zum Sesriem Canyon.
(Bild links)
Wenn man noch nie in einer Wüste war ist
Sossusvlei und Deathvlei eines der High-
lights einer Namibia Reise wenn man zum
Sonnenaufgang auf einer der Dünen sitzt,
ist das ein unvergessliches Erlebniss.
Nur für die Kamera ist der Sand absolutes
Gift. Weiter geht es nach Swakopmund eine
Stadt wie sie deutscher nicht sein könnte.
Nördlich davon liegt Cape Cross eine
riesige Seehunkolonie. Von dort geht es
weiter zum Brandberg mit uralten Felsen-
malereien, anschließend führt der Weg in
den Etosha Nationalpark. Da zu dieser Jahreszeit die Tiere auf die Wasser-
löcher angewiesen sind wird man von Elefanten, Giraffen, Zebras, Gnus, Oryx,
und vielen anderen fast erschlagen. Ich bin drei Tage im Park geblieben.
Die Unterkünfte sollte man aber schon in Swakopmund reservieren, sonst
kann es bei der Ankunft Probleme geben.
Vom Park aus geht es nach Tsumeb ein
netter kleiner Ort der auffällt da alles
sehr grün ist und vieles blüht. Von dort
aus kann man auch einen Abstecher zu den
Buschmännern unternehmen, was einem ein
etwas komisches Gefühl bereitet (mir zu-
mindest)aber jedenfalls mal eine
interessante Erfahrung ist. Und schon
geht es über den Waterberg wieder nach
Windhoek. Und wieder einmal ist alles
viel zu schnell vorbei.

Ein faszinierendes Land mit einem unglaublichen Tierreichtum und einer sehr
abwechslungsreichen Landschaft. Es wird vielerorts deutsch gesprochen und
man findet immer noch viele Spuren deutscher Kolonialgeschichte. Wenn man
von den Kosten für den Mietwagen absieht, und die Ansprüche nicht zu hoch
sind, kann man durchaus einen günstigen Urlaub verbringen. Man sollte nicht
zu empfindlich sein, da nach wenigen Tagen der Staub wirklich in jeder
Ritze des Fahrzeugs hängt. Ob im Kofferraum, im Gepäck oder im Handschuh-
fach er ist wirklich überall. Ansonsten fühlte ich mich in Namibia sehr
sicher, die Menschen waren alle sehr nett und freundlich. Das Essen ist
hervorragen vor allem Fleisch. Das Auto war für die gefahrene Strecke aus-
reichend, natürlich wäre ein Vierradantrieb manchmal ganz hilfreich aber
so ist es noch etwas abenteuerlicher. Um so überraschender war es das ich
nicht einen einzigen Platten während der Reise hatte.
Hier noch ein paar Links zu Namibia
Die Seite über die Campingmöglichkeiten, hat mir wirklich sehr geholfen
Hier geht's zu den Bildern