Hier noch ein paar Links zu Kroatien


Die Anreise nach Kroatien führte über Karlsruhe, Stuttgart, München, Salzburg
bis Villach, wo ich in der Jugendherberge übernachtet habe. Am nächsten Tag
ging es weiter über den Wurzenpass nach Kranjska Gora, Bovec, Tolmin, Nova
Gorica - für Motorradfahrer eine sehr schöne
Strecke. Bei Sezana habe ich dann Mist gebaut
denn plötzlich stand ich vor einer Mautstelle
und umkehren war unmöglich. Also mußte ich
gleich 17,50€ für eine Vignette bezahlen, die
pünktlich zum 01. Juli 2008 eingeführt wurde.
Und das alles wegen vielleicht 50 km.
Bei Koper ging es dann über die Grenze nach
Kroatien. Die Temperaturen lagen jetzt bei
über 30 Grad, also erst einmal Motorradjacke
und lange Hose verstaut. Ich sollte sie die
nächsten zwei Wochen nicht mehr brauchen.
Von Umag ging es weiter über Porec, mit der Euphrasius Basilika die im UNESCO
Weltkulturerbe aufgeführt ist, nach Rovinj. Der dortige Campingplatz in der
Nähe der Altstadt kann ich allerdings nicht empfehlen. Sehr laut mit dürftigen
Sanitären Anlagen, zudem noch der teuerste des ganzen Urlaubs. Die Altstadt
von Rovinj entschädigt aber dafür, es dürfte wohl eine der schönsten auf
Istrien sein. Von dort ging es weiter über Bale nach Pula mit einem bemerkens-
werten römischen Amphitheater.




Hier geht's zu den Bildern
Kroatien 2008
| Reisezeit: |
Juli / August 2008 |
| Reisedauer: |
2 1/2 Wochen |
| Transport: |
Motorrad |
| Übernachtung: |
Zelt |
| Gesammtkosten: |
ca. 1000 € |
| Gesammtkosten: |
1000 € |
|
|
|
|
| Spritkosten: |
280 € |
Fähren: |
40 € |
Eintritt: |
60 € |
| Übernachtungen: |
270 € |
Mautkosten: |
65 € |
Essen + Trinken: |
285 € |
Reiseroute:
Österreich > Slowenien > Umag > Pula >
Labin > Cres > Krk > Ogulin >
Plitwitzer Seen > Bihac > Knin > Krka - Nationalpark
> Trogir > Split > Brac >
Split > Sibenik > Zadar > Karlobag > Novi Vinodolski > Rijeka
> Ljubljana >
Salzburg > München > Stuttgart
Tolles Land für Motorradfahrer, alleine schon wegen der Plitwitzer Seen und
des Krka Nationalparks eine Reise wert. Traumhafte Strände klares sauberes
Meer und wunderschöne Altstädte runden das ganze ab. Ein billiges Reiseland
ist Kroatien leider nicht mehr, die Preise liegen in etwa auf gleichem Niveau
wie bei uns. Nicht jedermanns Sache dürften die Campingplätze sein, die sich
meist auf steinigem Untergrund oder auf Waldboden befinden und vereinzelt auch
die Sanitären Anlagen zu wünschen übrig lassen(Durchschnittlich 14€ pro Tag).
Außerdem gibt es in Kroatien keine Sandstrände, es ist alles sehr steinig.
Fazit
Nach einem kurzen Abstecher zum Kap Kamenjak
(sehr staubige Angelegenheit)geht es etwas
von der Küste entfernt in Richtung Picon und
zurück über Labin an die Küste nach Rabac.
Bei Rabac handelt es sich um eine reine
Touristenhochburg aus der ich sofort wieder
geflüchtet bin. Von Zargoje aus ging es dann
mit einer Fähre (ca. 8€) nach Cres, wo ich
zwei Tage verbrachte. Den Campingplatz bei
Osor kann man empfehlen und er liegt relativ
Zentral in der Mitte der Insel.
Über Merag ging es dann wieder mit der Fähre (ca.8€) nach Krk, von wo aus ich
eigentlich nach Rab weiter wollte. Leider wurde der Fährbetrieb der noch auf
allen Karten eingezeichnet ist eingestellt. Man muss dann ans andere Ende der
Insel fahren, wo eine Brücke Krk mit dem Festland verbindet. Fand ich nicht
wirklich schlimm, da das Motorradfahren in Kroatien wirklich Spaß macht, und
bei Rudine kann man noch eine kleine Tropfsteinhöhle besichtigen. Wieder auf
dem Festland angekommen ging es durchs
Hinterland nach Olugin weiter zu den
Plitwitzer Seen. Die Straßen sind für
Motorradfahrer ein Traum und der Verkehr
tendiert gegen Null. Man muss ein bisschen
aufpassen um nicht zu übermütig zu werden.
Als ich kurz anhielt um die Tänzer rechts
auf dem Bild zu fotografieren goß es auf
einmal für 20 Minuten wie aus Eimern, dann
war der Spuk wieder vorbei. War der einzige
Regenschauer während des ganzen Urlaubs.
Die Plitwitzer Seen sollte man auf jedenfall
mal gesehen haben, allein schon deswegen lohnt sich die weite Anfahrt. Ich bin
dort in zwei Tagen 45 km. gewandert und war begeistert. Übernachtet hab ich
auf dem sehr empfehlenswerten Korano Campingplatz. Der Nationalpark steht
übrigens auch auf der UNESCO Welterbenliste und kostet ca. 15€ Eintritt. Das
Ticket wird aber nur bei Benutzung der Boote oder der Transportbahnen im Park
benötigt. Wenn man wie ich während der Hauptreisezeit vor Ort ist, sollte man
möglichst gleich früh morgens in den Park gehen, da es nachmittags dann doch
fürchterlich überlaufen ist.
Mit einem kleinen Abstecher durch Bosnien -
Herzegowina geht es in Grenznähe Richtung
Knin. Die Gegend ist wie ausgestorben, man
trifft kaum einmal auf ein anderes Fahrzeug,
es ist aber auch sehr heiß. Man sieht hier
immer noch Gebäude die vom Krieg in Mit -
leidenschaft gezogen wurden und die Karst -
landschaft hinterlässt einen unvergesslichen
Eindruck. Bei Knin beginnt dann der Krka -
Nationalpark, ein weiteres Highlight in
Kroatien. (Eintritt ca. 10€)
In Skradin gönne ich mir den Luxus und nehme für zwei Tage ein Zimmer (ca. 25
Euro pro Nacht). Von hier aus kann man mit dem Wassertaxi oder entlang eines
schönen Wanderweges zum Skradinski Buk gelangen. Am Nachmittag ist es dort
aber wegen der Menschenmassen nicht mehr auszuhalten (Bildergalerie/Bild 139)
Ich bin dann 30 km. zum Roski Slap weitergefahren, dort ist es auch sehr
schön und vor allem sehr viel ruhiger. Unterwegs kommt man noch an der sehr
fotogenen Klosterinsel Visovac vorbei. Weiter ging es über Sibenik und Trogir
(mit wunderschönen Altstädten) nach Split.
Mit der Fähre (ca. 12€) geht es auf die Insel
Brac. Eine kleine Wanderung führt einem zum
malerischen Kloster Blaca. Vom Vidova Gora
hat man eine tolle Aussicht auf Bol und das
goldene Horn, dem bekanntesten Strand in
Kroatien. Von hier aus ging es wieder zurück
nach Split und immer entlang der Küste über
Zadar, mit seiner einzigartigen Meeresorgel,
nach Rijeka. Landschaftlich eine sehr
schöne Strecke, aber wegen des hohen Verkehr-
aufkommen auch etwas anstrengend. Ich hatte
eigentlich gehofft bis Dubrovnik zu kommen, aber das war in dieser kurzen
Zeit leider einfach nicht zu schaffen. Von Rijeka aus ging es dann nur noch
über Autobahn bis nach Hause.