Hawaii 1990
| Reisezeit: |
April / Mai |
| Reisedauer: |
2 Monate |
| Transport: |
Mietwagen / Mietmotorrad / Trampen |
| Flug: |
Frankfurt > London > LA > Honolulu > LA > Frankfurt |
| Sonstiges: |
Keine Helmpflicht |
Reiseroute:
Oahu > Kauai >
Maui > Big Island >
Oahu
Hier geht's zu den Bildern (Foto-Scans)





20 Monate Zivildienst liegen hinter mir, also Rucksack geschnappt und auf
nach Hawaii. Nach einer schier endlosen Odyssee über London und Los Angeles
endlich die Ankunft in Honolulu. Nach langem Fußmarsch (ca.12 Meilen, da ich
die Busverbindungen nicht kapiert hab) komme ich etwas erschlagen in Waikiki
an und muss mir zuerst mal ein Zimmer suchen, das mit etwa 120 DM mein Budget
natürlich bei weitem übersteigt. Am nächsten
Morgen wird erstmal mit einem Mietroller
Honolulu erkundet, was mit einem tierischen
Sonnenbrand endet. Weiter geht es mit einer
kleinen Maschine auf die Insel Kauai. Da
Hawaii nicht gerade zu den typischen Ländern
für Campingreisen zählt, gestaltet sich das
Zelten als recht schwierig. Das heißt man
muß beim Department of Parks and Recreation
im voraus eine Genehmigung besorgen und muss
da genau angeben wann und wie lange man auf
welchem Campingplatz zu verweilen gedenkt,
was die Flexibilität dann doch etwas ein-
schränkt. Außerdem kam es zweimal vor das mitten in der Nacht ein Ranger
das Zelt aufgerissen hat, einem mit der Taschenlampe ins Gesicht zündete und
das Permit sehen wollte. (Kann man ruhig als reine Schikane verstehen) Neben
einem beinahe Herzinfarkt nicht gerade sehr erbaulich.
Auf Kauai sollte man sich auf jeden Fall den Waimea Canyon (Grand Canyon des
Pazifik) und die Na Pali Küste anschauen, die zu den größten Sehenswürdig-
keiten zählt. Auch die Bootstour auf dem Wailua River zur Farngrotte kann
man durchaus mitmachen, außerdem gibt es noch etliche Wasserfälle zu sehen.
Als Transportmittel bin ich zu einem Miet-
wagen übergegangen, das zum einen doch sehr
viel mehr Freiheiten erlaubt und außerdem
ab einer Mietdauer von 7 Tagen oder länger
zu damaliger Zeit erstaunlich billig war.
Außerdem konnte man auch darin übernachten
und ich war wieder so flexibel wie ich
wollte. Die Tour geht weiter nach Maui.
Dort ist ein Sonnenaufgang auf dem Haleakala
Krater ein absolutes muss, auch eine Wander-
ung durch die Kraterlandschaft sollte man
sich nicht entgehen lassen. Auch den Hana
Highway darf man sich auf keinen Fall ent-
gehen lassen, eine geniale Straße entlang
der Küste die auch viel durch Wald führt.
Der malerischste Ort auf Maui ist Lahaina.
Das nächste Ziel ist Big Island mit den
höchsten Vulkanen auf Hawaii. Den Mauna Loa
musste ich natürlich besteigen. Die Wander-
ung beginnt eigentlich an einem Parkplatz,
aber von meinem Zelt bis zu diesem Parkplatz
waren erst einmal 11 Meilen zu bewältigen,
die ich eigentlich Trampen wollte. Natürlich
konnte ich die ganze Strecke laufen, da nicht
ein einziges Auto vorbei fuhr und dann kamen
natürlich noch die 7,5 Meilen bis zur ersten
Übernachtungshütte hinzu. Leicht erschöpft
habe ich es gerade noch rechtzeitig bis
Sonnenuntergang geschafft und wurde damit belohnt das ich die ganze Hütte für
mich alleine hatte. (Bild unten) Gut ausgeruht ging es am nächsten morgen
weiter zum Gipfel. (Sind noch mal einige Meilen, die Schildvulkane ziehen sich
ganz schön hin) Oben war es dann recht kühl, aber auch ein tolles Gefühl auf
über 4000 Meter zu stehen. Noch eine Nacht in der Hütte beim Gipfel und schon
ging es wieder an den Abstieg und diesmal hatte ich auch mehr Glück vom Park-
platz zum Zelt.
Auf Big Island ist auch die Gegend rund um
den bekannten Kilauea Vulkan sehr zu
empfehlen. Zum relaxen habe ich mich noch
für ein paar Tage ins Waipio Valley zurück-
gezogen, das kennt man vielleicht noch aus
dem Ende des Spielfilms Waterworld. Den
Wasserfall den man dort sieht hab ich auch
immer zum Duschen benutzt. Außerdem gibt's
auch noch wilde Pferde und man kann auf
kleinen Wanderungen noch ein paar Aussteiger
und Althippies begegnen.
Nun geht es wieder zurück nach Oahu, dort
muss man auf jeden Fall auf den Diamond Head
laufen, sozusagen der Hausberg von Honolulu
mit einem wirklich klasse Blick über die
Stadt. In Honolulu selbst wären vielleicht
der Aloha Tower und der Iolani Palast
(Einziger Königspalast der USA)zu erwähnen.
Etwas außerhalb dann natürlich Pearl Harbour
mit dem Arizona Memorial, da geht's aber zu
wie auf dem Jahrmarkt. Dann wären da noch
das Valley of Temples mit dem Byodo-In
Temple einem echt schmucken Nachbau eines
900 Jahre alten Japanischen Tempels und
auch noch jedemenge anderer Dinge. Dann
gab es zu der Zeit keine Helmpflicht, die
Motorradmiete war zwar extrem hoch, aber
bei der Landschaft und bei dem Klima ein
unvergessliches Erlebnis.
Fazit
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten was die Übernachtungsmöglichkeiten und
das Fortbewegen im Land betraf, ein wirklich klasse Reiseziel. Trotz seiner
relativ geringen Größe gibt es schier endlos viel zu erkunden, natürlich muss
man aber auch bereit sein mal ein paar Kilometer zu laufen um die ganzen
Schönheiten der Inseln wirklich zu entdecken. Trotz 8 Wochen Zeit hat es mir
leider nicht mehr gereicht die ehemalige Leprainsel Molokai zu besuchen, die
Zeit war einfach zu knapp. Natürlich ist das Land als 50ster Bundesstaat der
USA sehr amerikanisch geprägt, was mich allerdings weniger gestört hat.
Ich hatte während des Aufenthaltes ca. 5 Wochen ein Mietfahrzeug den Rest bin
ich meistens getrampt, was damals sehr gut funktionierte. Meisten hielt einer
der zahlreichen Pickups an und man sprang einfach auf die Ladefläche und
konnte sich den Wind um die Nase pfeifen lassen. Wenn man runter wollte hat
man einfach aufs Dach geklopft. Ob das heute noch so ist weiß ich nicht.

Hier noch ein paar Links zu Hawaii